Können Algorithmen kreativ sein?
Ist gute Innenarchitektur programmierbar?
Lassen sich Atmosphären in Abhängigkeiten definieren?

GENERATIVE INTER10RS

Computational and Parametric Interior Design.

In einer Serie an digitalen Prototypen untersucht GENERATIVE INTER10RS das Potenzial und die Grenzen von Algorithmen Innenräume zu entwerfen und zu planen, Grenzen der Komplexität auszuloten und welche Rückschlüsse für die zukünftigen Tätigkeiten von Innenarchitekten*innen gezogen werden können.

Die 1 und die 0 in INTER10RS stehen hierbei sinnbildlich für das binäre Zahlensystem, dass die Grundlage von Rechenprozessen in Computern bildet. Jedoch stehen sie nicht für richtig oder falsch, ja oder nein , sondern für die unendlichen Möglichkeiten dazwischen.

In der Datenverarbeitung stehen i und o für Input und Output, die das IPO-Modell (Input, Processing, Output) bilden. Der Input und Output der Rechenprozesse wird durch Innenarchitekten*innen geliefert, bewertet und überformt. Die Entwurfs- und Planungsergebnisse bleiben daher eine Ergänzung und Hilfestellung für die Innenarchitek*in.

DATE

Jun 2020

VERSION

Prototyp No. 2

Computational Workspace-Design

Dieser parametrische Prototyp hat das Ziel, ein 3D-Layout für ein modernes und offenes Office zu generieren. Der Algorithmus hat einige Verbesserungen im Vergleich zum ersten Prototypen. In einer Benutzeroberfläche kann in Echtzeit die Anzahl und Größe der Schreibtischgruppen bestimmt werden. Des weiteren können die Anzahl und die Größe von den Besprechungsräumen und die Anzahl der Lounges in Echtzeit angepasst werden.

Der Algorithmus bezieht in seine Berechnungen die Haupt- und Nebentüren, die Fenster, die Stützen und existierende Wände sowie Wasseranschlüsse mit ein. Diese räumlichen Parameter können ebenfalls verändert werden und in Echtzeit in die Berechnungen mit einbezogen.

Für eine gute Raumausnutzung sind die Lounges und Druckerstationen parametrisch aufgebaut und passen sich den Platzverhältnissen an. In einer nächsten Version sind Parameter für verschiedene Schreibtischgrößen, Möbelhersteller und Styles vorgesehen.

Parametrisch-Räumliche Inputs:
  • Außenwände
  • Innenwände
  • Fensterfronten
  • Haupteingangstür
  • Weitere Türen (Flucht, Toiletten, etc.)
  • Wasseranschluss für Küche
  • Raumachsen
  • Stützen
Parametrisch-Numerische Inputs:
  • Anzhal der Arbeitsgruppen (2er, 4er, 6er)
  • Anzahl der Besprechungsräume (4er, 6er, 8er)
  • Anzhal der Arbeitssofas
Outputs:
  • Grundfläche
  • Gesamtanzahl an Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen, etc.
  • Quadratmeter pro Arbeitsplatz
  • Real-Time 3D-Modell
DATE

Jan 2020

VERSION

Prototyp No. 1

Generatives Retail-Design

Dieser erste Prototyp generiert einfache 3D-Modelle für eine Retail-Raumsituation. Basis sind verschiedene Raummodule z.B. für die Kasse, verschiedene Wandregeale, diverse Mittelraummöbel, Schaufenster, Umkleidekabinen oder ein Lab. Die automatisch generierte Anzahl, Anordnung und Größe der Module steht in Abhängigkeit zur Ladenfläche, zur Ausrichtung, zu der Position des Eingangs und der Anzahl der Wände.

Die Probleme dieses Prototyps zeigen sich in der geringen Adaptionsfähigkeit bei Grundflächen größer als 300 qm. Außerdem ist der Algorithmus in Hinblick auf Raumecken und Durchgangsbreiten verbesserungswürdig.